
Beim bisher größten Masters-Wettkampf in Südtirol beeindruckte vor allem die Landesauswahl der Damen mit einem starken Auftritt. Die Truppe um Kugelstoßerin Renate Schäfer und Mittelstrecklerin Elisabeth Moser belegte bei der Trophäe der Regionen in Bozen in einem Feld von 14 Teams den guten siebten Platz. Für die Herren gab es Rang elf. Im Bild die Südtiroler Truppe bei der stimmungsvollen Eröffnungsfeier zu Beginn der Veranstaltung.
Die Trophäe der Regionen ist der zweitwichtigste Wettbewerb für die Masters-Athleten nach der Italienmeisterschaft. Heuer fand sie erstmals in Südtirol statt, und der organisierende Verein Athl. Club 96 Alperia konnte in Haslach fast 500 Athletinnen und Athleten aus allen Teilen Italiens begrüßen. Trotz des heißen Spätsommerwetters fanden die Sportler auf dem Schulsportplatz gute Bedingungen vor.
Fidal-Chef Paolo Valt und Athl.-Club-Präsident Bruno Telchini zeigten sich mit dem Ablauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Die Bozner Organisatoren erhielten von den Masters-Sportlern viel Lob für die gute Durchführung der Mammutveranstaltung .
Den Sieg in der Damenwertung holte sich die Region Latium mit 38 Punkten vor dem Veneto (52,5) und Piemont (59,5). Die Südtiroler Damen landeten mit 92 Zählern an siebter Stelle und konnte damit Regionen wie Friaul Julisch Venetien (94), die Toskana (109) und Sardinien (143) hinter sich lassen. Die Herrentruppe landete mit 140 Zählern an elfter Stelle. Der Sieg ging hier an Veneto (34,5) vor der Lombardei (57,5) und Friaul Julisch Venetien (62).
Südtirols Landesauswahl feierte insgesamt zwei Einzelsiege. Die Pustererin Renate Schäfer (F70) holte sich das Kugelstoßen mit 8,88 m, und Elisa Mazzucco (F35) setzte sich im 100-m-Hürdenlauf in 17,31 Sekunden durch. Jeweils zweite Ränge gab es für Elisabeth Moser (F65) im 800-m-Lauf (2.57,78) und Ingeborg Zorzi (F75) im Hochsprung (1,06 m).
Knapp an einer Medaille vorbei schrammte 800-m-Läuferin Mirjam Verginer (F55/2.37,73) als Vierte. Die 4x400-m-Staffel mit Mazzucco, Elisa Petrolli, Moser und Verginer landete in 4.45,18 an fünfter Stelle.
Bester Punktesammler bei den Herren war Geher Renato Olivari (M60) in 16.53,63 Minuten als Siebter. Die beiden Staffeln landeten jeweils an achter Stelle. Nur den 14. Rang gab es für 800-m-Läufer Luis Schenk (M35), obwohl er über 800 m in glänzenden 1.58,68 die mit Abstand beste Zeit erzielte. Der Zweitplatzierte lag neun Sekunden zurück, aber als M35-Läufer wurde der Grödner mit relativ wenigen Punkten bedacht.
Euregio SprintChampion 2026: Südtirol beim großen Finale in Innsbruck
Am Samstag, 26. September, wurde die Maria-Theresien-Straße in Innsbruck zur Bühne für das große Finale des Euregio SprintChampion 2026. Aus mehr als 13.000 teilnehmenden Kindern hatten sich 120 Nachwuchssprinterinnen und -sprinter aus Tirol, Südtirol und dem Trentino für das Finale qualifiziert. In den Altersklassen U8 bis U14 ging es über 60 Meter um den begehrten Euregio-Titel.
Den Auftakt des Finaltages bildete der gemeinsame Einmarsch der drei Delegationen. Die jungen Athlet:innen zogen gemeinsam mit Tirols Landeshauptmann und Euregio-Präsident Anton Mattle, Landeshauptmann Arno Kompatscher, dem Trentiner Landesrat Simone Marchiori sowie vielen weiteren Vertreter:innen aus Sport und Politik vom Landhausplatz in die Maria-Theresien-Straße zum mobilen Laufstadion und wurden dort von den Zuschauer:innen lautstark empfangen. Auch der VSS war beim Finale vertreten. VSS-Obmann Paul Romen, Geschäftsführer Daniel Hofer, die Vorstandsmitglieder Thomas Ladurner, Josef Platter, Projektleiterin Birgit Prast sowie VSS-Ehrenmitglied Günther Andergassen und VSS-Leichtathletik-Referent Reinhold Rogen begleiteten die Südtiroler Delegation in Innsbruck.
„Der Euregio SprintChampion zeigt eindrucksvoll, wie Sport Kinder und Jugendliche über die Grenzen hinweg zusammenbringt. Es geht nicht nur um den Wettkampf, sondern vor allem darum, Freude an Bewegung zu vermitteln und Begegnungen zwischen den jungen Sportlerinnen und Sportlern aus Tirol, Südtirol und dem Trentino zu schaffen“, betont VSS-Obmann Paul Romen.
Besonders erfreulich aus Südtiroler Sicht war der Sieg von Moritz Kompatscher, der sich in der Kategorie U10 Burschen den Titel des Euregio SprintChampion 2026 sichern konnte. Zudem holten Vanessa Felicetti und Filippo Pietrobon die Silbermedaille, Sophie Graber durfte sich über einen sehr guten dritten Platz freuen. Als Sieger durften sich aber ohnehin alle Teilnehmer freuen, schließlich war bereits die Qualifikation für diese Euregio-Veranstaltung ein Riesenerfolg.
Für den ehemaligen VSS-Obmann Günther Andergassen ist vor allem der verbindende Charakter des Projekts wichtig: „Es ist schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die jungen Athletinnen und Athleten dabei sind. Der Sport schafft Begegnungen und verbindet die drei Landesteile. Gerade für die junge Generation sind solche gemeinsamen Erlebnisse von großer Bedeutung.“
Der Euregio SprintChampion verfolgt das Ziel, Kindern einen einfachen und niederschwelligen Zugang zur Leichtathletik zu ermöglichen. Mobile Laufbahnen mitten in den Stadtzentren bringen den Sport dorthin, wo die Kinder sind, und machen den Sprint ohne Vorkenntnisse und ohne Leistungsdruck erlebbar. Ein großer Dank gilt allen Vereinen, Trainer:innen, Familien, Helfer:innen sowie den Organisatoren und Partnern des Projekts. Zudem spricht der VSS seinem Partnerverband ASVÖ Tirol ein großes Kompliment für die hervorragende Organisation des Euregio-Finales aus.
