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Generationen von Südtiroler Weitspringerinnen waren 47 Jahre lang bei ihren Angriffen auf den Südtiroler Landesrekord von 6,16 m gescheitert. Inhaberin der Bestmarke war die  Olangerin Barbara Bachlechner, die im Oktober 1979 in Imperia (Ligurien) die Rekordmarke erzielt hatte. Am 24. Mai 2026 sollte die Bestmarke nun endlich fallen: Beim hochkarätig besetzten Meeting "Stadt Bozen", das der Läuferclub gemeinsam mit Athl. Club 96 ausrichtete, flog die 17-jährige Pustererin Greta Amhof auf 6,20 m. Der Wind lag im regulären Bereich (-1,4 m/s), damit war der neue Landesrekord in trockenen Tüchern. Im Bild freut sich Greta Amhof nach ihrem Rekordsprung mit Bernhard Thaler, der der die 400-m- und Weitsprungspezialistin gemeinsam mit Christian Neunhäuserer trainert.

 
Die junge Pustererin landete in dem Rekordwettbewerb an zweiter Stelle hinter Arianna Battistella (Carabinieri), die 6,39 m erzielte (+0,9). Rang drei ging an Mehrkämpferin Giulia Riccardi (6,16/-2,2), deren Vater aus Bozen stammt. Als 14. wartete die junge Boznerin Nicole Lubello mit einer Bestmarke auf (5,23/-1,0), gleich dahinter folgte Mehrkämpferin Linda Pircher (5,22/+0,6). 

Mit ihren 6,20 m verpasste Amhof die Norm für die U20-WM im August in Eugene (Oregon) nur um 2 cm. Über 400 m hat sie das WM-Limit von 54,85 Sekunden bereits geknackt (54,78 am 16. Mai in Bozen). Für die endgütige Qualifikation - im Einzelrennen oder in einer der zwei Staffeln (Damen und Mixed) - muss sie zuvor aber noch bei der U20-Italienmeisterschaft bestehen. 

In der italienischen U20-Jahreswertung führt die Athletin des SSV Bruneck Volksbank nun überlegen vor Rita Manfredini (5,98) und Viola Canovi (5,91). Die derzeit etwas angeschlagene Teamkollegin Hannah Thaler rangiert mit 5,52 m auf Rang 16. 

Den Weitsprung der Herren holte sich Alex Fabbri aus Bologna mit 7,48 m (-1,2) vor Leonardo Pini vom gastgebenden Verein Athl. Club 96 (7,42/+0,7). U20-Hoffnung Maximilian Springeth wurde mit 7,15 m (-1,0) Vierter, Manuel Lorenzon (U18) mit 6,75 m (-1,3) Sechster. Im Hochsprung siegte Federico Celebrin (Carabinieri) mit 2,13 m. Julian Fliri überbot erneut die 2-m-Marke (2,00) und landete auf Rang vier.

Das Speerwerfen ging an M45-Masters-Weltmeister Hubert Göller (55,49 m) vor den Nachwuchsathleten Ian Pocorobba (49,21) und Valentino Melle (48,77).

Eröffnet wurde das Meeting mit zwei hochklassigen Hürdensprints. Bei sehr guten Verhältnissen siegten Marie Burger (13,81/+1,3) und Oliver Mulas (13,77/+1,8) mit Glanzzeiten. Der 22-jährigen Vahrnerin vom Verein Quercia Rovereto gelang damit eine neue persönliche Bestzeit (bisher 13,84). Bei erhöhtem Rückenwind (+2,2) hatte sie im Vorjahr schon 13,64 erzielt.

Auch die Sprinter fanden gute Bedingungen vor. In den elf Vorläufen der Herren erzielte Andrea Federici mit 10,44 die beste Zeit. Mit 10,40 Sekunden (+1,4) gewann er dann auch den Enlauf vor Edwin Fermin Galvan (10,52). Als bester Südtiroler kam Junior David Tommasini auf 11,08. Über 200 m stürmte Federici in starken 20,84 Sekunden (+1,6) zum Sieg. 

Giorgia Bellinazzi von der Heeressportgruppe triumphierte bei den Damen in 11,71 Sekunden (+1,8). Ira Harrasser schaffte es ins Finale, sie belegte am Ende in 12,10 Rang vier. Im Vorlauf hatte sie 12,07 erzielt. Lene Goller und Daniela Masoner kamen auf 12,46 und 12,60. Bellinazzi holte sich zum Abschluss auch die 200 m (24,33) vor Lene Goller (25,62).

Über 400 m gab es durch die Barbianerin Johanna Rabanser (57,27) einen Südtiroler Sieg. Lena Trenkwalder lief 59.66 und Hannah Fischnaller blieb in 59,98 erstmals unter einer Minute (bisher 1.00,05). Den Herrenlauf holte sich Vanni Picco Akwannor in guten 46,68.

Katja Pattis landete über 1.500 m in 4.47,40 auf Rang zwei hinter Alessia Miniutti (4.46,77). Auch Alexander Mayr (4.06,85) holte Silber hinter Kevin Lodi (3.51,20).