
Damit hatten wohl die größten Optimisten nicht gerechnet: Bei den U20-Hallenitalienmeisterschaften in Ancona holte Maximilian Springeth (im Bild Rai) im Weitsprung sensationell die Goldmedaille. Einige Stunden zuvor hatte bereits Greta Amhof (SSV Bruneck) mit einer Bronzemedaille im Weitsprung groß aufgetrumpft. Über 400 m erreichte die vielseitige Mehrkämpferin aus dem Pustertal überraschend das Sechserfinale.
Springeth, der im Vorjahr bei seinem Studienaufenthalt in Athen (er besuchte die vierte Klasse TFO Bozen) 7,32 m erreicht hatte, war mit einer Saisonbestmarke von 6,96 m nach Ancona gekommen. Als Favoriten galten Edoardo Borchi (Livorno) und Matteo Sorci (Perugia), die heuer schon auf 7,18 und 7,17 m erzielt hatten.
Der 18-jährige TFO-Schüler erzielte im zweiten Versuch exzellente 7,30 m und setzte sich damit an die dritte Stelle des Klassements hinter Sorci (7,34 m) und Borchi (7,32 m). Im letzten Versuch traf der Neumarkter vom Bozner Verein Athl. Club 96 Alperia das Brett voll, sein Versuch wurde mit 7,41 m gemessen. Borchi versuchte zwar noch zu kontern, mit 7,39 m fehlten ihm aber zwei Zentimeter. Sorci erreichte im letzten Anlauf 7,17 m.
Rang vier ging an Alessandro Zeni (Atl. Clarina Trient), der im ersten Versuch 7,19 m (Bestleistung, bisher 7,04 m) erreicht hatte.
Mit seinen 7,41 m kam Springeth bis auf einen Zentimeter an den Südtiroler U20-Rekord von Alberto Masera (Athl. Club/7,42 m im Jahr 2018) heran.
Maximilian Springeth (Athl. Club 96 Alperia/Foto Grana).

Greta Amhof vom SSV Bruneck Volksbank (Foto Rai).
Greta Amhof (17) zeigte im Weitsprungwettbewerb starke Nerven, denn nach einem ungültigen Versuch und 5,52 m im zweiten Anlauf riskierte sie den Einzug in das Finale der besten Acht. Im dritten Durchgang erreichte die Pustererin dann glänzende 5,90 m, womit sie ihre erst vor wenigen Tagen in Innsbruck aufgestellte Bestmarke (5,77 m) um 13 cm verbesserte.
Mit ihrem Rekordsatz schob sie sich an die dritte Stelle des Klassements hinter Alessandra Martina Gelpi (Bergamo/6,13 m) und Vittoria Grandi (Bologna/5,93 m). Im vierten und sechsten Versuch kam die Pustererin noch auf 5,63 und 5,71 m. Rang vier ging an Viola Canovi (Modena/5,86 m).
Zwei Stunden nach der Siegerehrung war Amhof schon wieder im Einsatz. Im ersten Vorlauf wurde sie in neuer Bestmarke von 56,31 Sekunden (bisher 56,58) Zweite, obwohl sie auf der ungüstigen dritten Bahn starten musste. Am Ende reichte ihre Zeit zum Einzug in das Finale der besten Sechs.

Die Siegerehrung im Weitsprung mit Vittoria Grandi, Alessandra Martina Gelpi und Magdalena Amhof (v. l./Foto Grana).
Hannes Kaserer (LAC Vinschgau) qualifizierte sich im 60-m-Lauf mit 7,04 Sekunden für das Semifinale. Dort lief er nochmals 7,04 Sekunden und landete damit in der Endwertung auf Rang 19.
